TTT

Tausend Tage TG.

 

Man macht sich ja so seine Gedanken über "sein" und "anderer" TUN und LASSEN.

 

Nach Tausend Tagen TG hier ein erstes Fazit über meine bisherige Zeit bei den Fitnessmännern.

 

Das erste Mal von Euch gehört hab ich durch den Dieter.

Er hat mir mal erzählt, dass er immer Freitag Abend zum Sport geht.

(Mein erster Gedanke war: „Freitagabend nach der ganzen Woche harter Arbeit“???)

„Nun, schau es Dir an und komm doch einfach mal mit zum Training“.

So war es dann auch.

Gesagt, getan und nicht mehr lange nachgedacht.

 

Am 1. Juli 2007 habe ich dann Freitagabends das Hallenlicht meiner TG - Welt erblickt.

Mit das erste, was ich nämlich bewusst wahrnahm, war die Deckenbeleuchtung der Heinemann Halle,

 als ich, mit dem Rücken auf einer Matte liegend die Füße in die Luft gestreckt,

 eine meiner zukünftigen Lieblingsübungen unter strenger Anleitung unseres Trainers Andreas schätzen lernte.

"Bauchmuskeltraining"

 

Die Begrüßung in der Runde war sehr herzlich.

Nun, beginnen wir der Reihe nach.

 

Verlauf eines Trainings!

 

Aufwärmen, Stretchen und viele andere Übungen:

Wir beginnen das Training jeweils mit „locker laufen“ im Kreis herum.

Vermutlich kommt daher der Ausdruck „Ist gut für den Kreislauf“.

Da hüpfen, springen, laufen, hopsen wir.

Mal laufen wir vorwärts, mal seitwärts und mal rückwärts, mal die Beine kreuzend.

Solange bis unsere Muskeln angewärmt sind.

Bei einigen sieht man dann, dass die Wärme immer nach oben steigt.

Die haben einen roten Kopf.

 

Während wir so laufen, lässt sich unser Trainer Andreas immer was Neues einfallen.

(Man spürt förmlich, wie seine grauen Zellen arbeiten)

Dann holt er manchmal eine alte Tasche aus der Truhe und verteilt Hüpfseile.

Mit denen rennen wir dann weiter im Kreis herum

und dürfen nach jeder Runde 20, 40, 80 oder sogar 100 Mal mit dem Seil hüpfen.

Da kommen schon mal 500 bis 1000 Hopser zusammen.

Vor allem bei den unter 55-Jährigen. Zu denen hab ich ne ganze Zeit lang gehört.

 

Oder er gibt uns so lange Gummibänder. Mit denen stärken wir unsere Armmuskulatur.

Manchmal schickt uns Andreas an die Wand zum „Hinsetzten“.

Da hab ich mich beim ersten Mal gefreut. Pause! Endlich verschnaufen! Der meint es aber gut mit uns.

Denkste!

Wusste gar nicht,, dass es in den Beinen so viele verschiedene Muskeln gibt. „Stöhn“!

(Dieter hat mich angeschaut und gesagt „Wart Mal bis Sonntag“)

Fragt nicht, wie ich nach dem ersten Mal am Sonntagmorgen die Treppe runter gekrabbelt bin.

Oder Andreas baut uns einen hübschen Parcours auf.

Mit Matten, Bänken, Böcken und verschiedenen anderen Utensilien, die er irgendwo in der Halle findet.

Er ist da unglaublich erfinderisch.

Dort können wir uns dann nach "Andyslust" austoben.

Bein-, Arm-, Bauch-, Rückentraining heißt das dann. 

Alles dabei, was gut ist für den Körper..

Irgend so ein Spaßvogel ruft da immer „ Durchhalten, ihr Luschen“.

Dabei geben wir uns doch alle soviel Mühe.

Am Schluss der Aufwärmphase heißt es dann "Partnerweise zusammenstellen".

Dann geht es nämlich ans Eingemachte.

Wir stellen uns jeweils paarweise abwechselnd hintereinander.

Da werden in 4 Stufen die schlaffen Rückenmuskeln aufpoliert.

 

Entspannungsmassage:

Stufe 1, Massieren:

Da wird geknetet oder gekitzelt, je nach dem wer hinter Dir steht.

Entspannt aber wunderbar.

Da ist es beim Massieren von Vorteil, wenn man Bäcker gelernt hat.

 

Stufe 2, Regentropfen:

Hierfür krümmt man die Finger wie zum Tigersprung

und lässt die Fingerkuppen sanft über Schulter und Rücken tanzen.

 

Stufe 3, Krallen:

Da wird mit "eingezogenen" Fingernägeln sanft über den Rücken gekratzt.

Klappt nur nicht bei jedem. Seit Ulf mich gekrault hat, trag ich immer ein rotes T-Shirt.

Das ganze ist gut für die Durchblutung.

 

Stufe 4, Ausstreichen:

Da werden durch Streichbewegungen über den ganzen Rücken

die zuvor verschobenen Muskelteile wieder an ihre ursprünglichen Stellen positioniert.

Jockel lässt hier ab und zu die Glocken läuten.

Jedenfalls sind wir dann nach einer Stunde "Aufwärmen" so richtig motiviert für den 2. Teil des Abends.

 

Volleyball:

Nachdem ein Grossteil der Mannschaft beim Aufbau der Netze zugesehen und

 „Sauger“ gerufen hat,  man benötigt ihn um die Löcher für die Ständer zu öffnen,

teilen wir uns in 2 oder 4 Mannschaften auf.

Volleyballspielen macht uns allen so richtig viel Spaß.

Das spürt man förmlich, und da herrscht auch immer eine Bombenstimmung.

Und es ist egal, ob Ulf und Gerd zusammen in einer oder in verschiedenen Mannschaften spielen.

Da bleibt kaum ein Auge Trocken.

Beim Zusammenspiel der exotischsten Techniken gelingen uns erstaunliche Spielzüge.

 

Fußball:

Hier kann man sich in den letzten 20 Minuten so richtig die Lunge aus dem Leib rennen.

Vor allem wenn das Verhältnis von Halle zu Mensch nicht stimmt.

Nämlich 1 Teil Halle und nur 8 Teile Mensch (einschließlich Tormänner)

Von Euch Jungs lernt man auch richtig gut Fußball spielen.

Hab ja davor Jahrelang keinen Fußball gekickt.

Heinz ruft mir, wenn ich denn Ball zugespielt bekomme, immer zu „ Lass Dir Zeit“

(Der hat gut reden. Das bisschen Zeit, bis der Gegner da ist, brauch ich zum Luft holen)

Da ist nicht mehr genügend Zeit, noch groß zu überlegen, wer denn nun den Ball bekommt.

Da schieb ich die Kugel schon mal dem Gegner zu.

Hauptsache ist ja, es gewinnt einer. Manchmal gehöre ich ja auch zu den Siegern.

An einem der ersten Abende habe ich die ganze Härte des Hallenbodens zu spüren bekommen.

 

Als Fußballanfänger lernte ich in dieser Situation das Zusammenspiel von Material (Schuhsohle, Hallenboden), und Physik, in Form von Schwerkraft und Körperhaltung (Kopf will nach Rechts, Körper weiter gerade aus) kennen.

 

Folgendes ist nämlich passiert:

Das Ganze begann mit meinem Angriff auf Andreas, der den Ball auf unser Tor zuspielte,

ER

 jedoch plötzlich und für mich völlig unerwartet die Richtung wechselte (wo doch das Tor in seiner Laufrichtung stand),

ICH

  Ihm in Gedanken sofort folgte,

MEIN KÖRPER

die Übertragung der Gedanken aber nicht sogleich in die Tat umsetzen konnte,

 dadurch in eine Drehbewegung geriet und ohne auch nur die Füße weiter vom Fleck bewegt zu haben, reichlich unsanft auf der linken Schulter landete.

 

Mit 4 Worten:

„Wie vom Blitz getroffen“

Diagnose:

„Schulterprellung“

 

Bruchteile vor dem Aufschlag sah ich noch das entsetzte Gesicht des Trainers.

Die drei Monate danach war mit der Aufforderung „das Ganze jetzt mit Links“, nichts mehr drin.

Auf der Arbeit war das soweit kein Problem.

Da sieht es ganz normal aus, wenn ich mit der linken Hand im Kittel rumlaufe.

Aber beim Sport?

Da hatte ich eine schwere Zeit vor mir.

Gott, war das ein hartes Vierteljahr!

 

Nicht nur das ich die Liegestütze von nun an mit einem Arm stemmen musste.

Nein, auch mit der rechten Hand Seilspringen war nicht ohne.

(War wenigstens gut für den Gleichgewichtssinn.)

Beim Volleyball spielen ging es dafür mit einer Hand etwas leichter.

Da hab ich mir nämlich bei anderen Fitnessmännern einige Tricks abgeschaut.

Zum Beispiel von Norbert: Wie leicht man den Ball mit dem Fuß spielt (eigentlich verpönt).

Oder von Jockel, der das Zurückspielen mit dem Kopf aus dem Eff- Eff beherrscht,

oder wenn er den Ball mit der Rückseite der rechten Hand so locker über das Netz gleiten lässt.

Das sieht bei Ihm immer so cool aus.

Weis gar nicht, weshalb sich da einige immer so aufregen.

Macht das erst mal nach.

Jedenfalls sind wir nach den 2 Stunden so richtig ausgepowert

und jeder freut sich auf die Dusche.

Nach dem Duschen treffen sich noch einige zum

 

"After Work":

Was nützt das beste Training, wenn man die eine oder andere Übung nicht gleich in die Tat umsetzen kann?

Dazu haben wir dann anschließend im "TG- eigenen Kraftraum für beidseitiges Armtraining" die Möglichkeit.

Auch der völlig leer gebrannte Körper kann dort mit kalorienreicher Nahrung auf ein vernünftiges Level gebracht werden.

Es wird gefachsimpelt und manch wichtiges Thema ausdiskutiert.

Hier gehen die Abende in geselliger Runde zur Neige.

 

Fazit:

Den Sport mit Euch allen möchte ich nimmer missen.

Denn, Punkt 20 Uhr beginnt seither schon Freitagabends für mich das Wochenende.

 

Stolz ein Fitnessmann zu sein, freue ich mich auf viele noch folgende "Sportereignisse".

 

Mit kameradschaftlichem Gruß

 

Euer Richard